Peter Paul Rubens 2024–2028

Peter Paul Rubens 2024–2028

  • Projektträger Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Peter Paul Rubens. Ein gemeinsames Forschungs- und Restaurierungsprojekt mit Sonderausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Königlichen Museums für Schöne Künste Antwerpen.

Peter Paul Rubens (1577 Siegen – 1640 Antwerpen), der Hauptmeister des flämischen Barocks, steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Forschungs- und Restaurierungsprojektes zu den reichen Sammlungsbeständen dieses Malers in der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und im Königlichen Museum für Schöne Künste Antwerpen.

Die kunst- und naturwissenschaftlichen Untersuchungen der großen und innerhalb Deutschlands außergewöhnlich bedeutenden Dresdner Rubens-Sammlung wird ihren krönenden Abschluss in einer Sonderausstellung zum 450. Geburtstag des Malers sowie im wissenschaftlichen Bestandskatalog des Dresdner Rubens-Corpus finden. Die Realisierung dieses anspruchsvollen und langfristigen Forschungs-, Restaurierungs- und Ausstellungsprojektes wird es ermöglichen, grundlegende, bislang offene Forschungsfragen in Bezug auf den Werkprozess und die Werkstattabläufe im Schaffen von Rubens sowie in Bezug auf die praktische Zusammenarbeit mit Künstlern wie z. B. Anthony van Dyck zu beantworten. Der bedeutendste flämische Maler des Barocks, dessen Werke bisher in dieser Region noch zu wenig Beachtung gefunden hat, soll auf diese Weise im Jubiläumsjahr angemessen gewürdigt werden.


Ausstellung

Anlass für die grundlegende wissenschaftliche Bearbeitung der Dresdner Rubens-Gruppe ist der 450. Geburtstag des Meisters im Jahr 2027, der in Dresden mit einer etwa 100 Werke umfassenden, repräsentativen Sonderausstellung„Rubens. Ein Weltstar in Dresden!“ (29.06.2027—09.01.2028, im Winckelmann-Forum der Gemäldegalerie Alte Meister) gefeiert werden soll. 

Im Zentrum dieser Ausstellung werden Hauptwerke des Meisters – wie „Dianas Heimkehr von der Jagd“, „Der Trunkene Herkules“, „Die Alte mit dem Kohlebecken“ oder „Bathseba am Springbrunnen“ – stehen. Sie sollen mit hochkarätigen Leihgaben, etwa aus dem Königlichen Museum für Schöne Künste Antwerpen sowie aus weiteren international führenden Sammlungen, in künstlerische Beziehung gesetzt werden. Im Zuge des mehrjährigen Projektes werden derzeit bedeutende Dresdner Rubens-Werke restauriert, die dann in der Ausstellung in ganz neuer Weise zu erleben sind. So eröffnet sich dem Publikum ein glanzvolles Bild der Dresdner Rubens-Sammlung und ein umfassender Einblick in das facettenreiche Œuvre dieses Künstlers, Diplomaten und Weltbürgers.

Mehr Infos zur Ausstellung: https://gemaeldegalerie.skd.museum/ausstellungen/rubens-ein-weltstar-in-dresden/


Forschungs- und Restaurierungsprojekt

In Vorbereitung der wissenschaftlichen Bestandskataloge und der Ausstellung werden in Dresden und Antwerpen umfangreiche kunsthistorische, provenienzbezogene, naturwissenschaftliche und materialtechnische Untersuchungen der außergewöhnlichen, einander ergänzenden beiden Rubens-Bestände sowie der Werke aus dem Umkreis und der Nachfolge des Malers vorgenommen.

Gleichzeitig finden aktuell mehrere Restaurierungen von Hauptwerken des Meisters sowohl in Antwerpen als auch in Dresden statt. Die damit einhergehenden wissenschaftlichen Untersuchungen dieser sowie auch aller anderen zur Rubens-Gruppe gehörenden Werke beider Sammlungen verbinden die parallellaufenden Projekte miteinander, wobei der Wissensaustausch eine bedeutende Rolle spielt.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden in einem wissenschaftlichen Bestandskatalog der Rubens-Werkgruppen beider Museen Eingang finden, dessen Veröffentlichung für 2028 geplant ist.

Die materialtechnische Forschung in Dresden wird in Kooperation mit dem Institut für Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) durchgeführt. Der entsprechende Partner für das Königliche Museum für Schöne Künste Antwerpen ist die AXIS-Forschungsgruppe an der Universität Antwerpen (UA).

In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Gemälderestaurierung ist in Dresden eine Doktorandin der HfBK mit maltechnischen Untersuchungen des Dresdner Rubens-Bestandes betraut. Ihre Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Bestandserforschung an der Gemäldegalerie Alte Meister und werden zugleich Grundlage ihrer Dissertation sein.

Ziel des gemeinsamen Vorgehens ist die Entwicklung einer frei zugänglichen Online-Datenbank der Werke von Peter Paul Rubens in Dresden und Antwerpen. Eine wissenschaftliche Konferenz mit internationaler Beteiligung ist am Ende des gemeinsamen Projekts im Jahr 2028 geplant. 


Laufzeit des Forschungsprojektes

2024 – 2028


Projektbeteiligte

Dr. Uta Neidhardt (Projektleitung; SKD, Oberkonservatorin für Niederländische Malerei der Gemäldegalerie Alte Meister)

Dr. Nico van Hout (Projektleitung; KMSKA, Leiter der Sammlungsforschung und Kurator für Malerei des 17. Jahrhunderts)

Konstanze Krüger (SKD, wiss. Mitarbeiterin Gemäldegalerie Alte Meister)

Prof. Ivo Mohrmann (HfBK, Professur für Kunsttechnologie, Strahlenuntersuchung und Fotografie von Kunstwerken) 

Prof. Christoph Herm (HfBK, Professur für Naturwissenschaften und Archäometrisches Labor)

Dr. Christoph Schölzel (SKD, Leiter Gemälderestaurierung)

Ulrike Schauerte (HfBK, Doktorandin im Fachbereich Kunsttechnologie)

Laura Princzes (SKD, Mitarbeiterin Gemälderestaurierung)

Dr. Michael Mäder (SKD, wiss. Mitarbeiter, Abteilung Forschung)

### (KMSKA)

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Förderer

TEFAF Museum Restoration Fund

Freistaat Sachsen

Vertretung von Flandern / Bart Brosius, Generaldelegierter von Flandern

Einblicke

Partner

Hochschule für Bildende Künste Dresden

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