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Katja Lindenau

Dr. / Kunstgeschichte, mittelalterliche Geschichte, Romanistik
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Phone: +49 (0)351 4914-3217
Email: katja.lindenau@skd.museum

Man kann Kunstgeschichte als umfassende Wissenschaft studieren – genauso wichtig und spannend sind jedoch die Kunst-Geschichten dahinter! Die Herkunft eines Objektes, sein Weg von der Erschaffung durch den Künstler über Sammler und Sammlungen, über Ankauf, Schenkung, Beschlagnahme oder auch Raub ins Museum ist manchmal nahezu kriminalromanreif. Akribische Archivsuche und Zufallsfund, unbekannte Besitzmerkmale und bekannte Schicksale, Expertennetzwerk und informeller Austausch bilden das Grundgerüst der Provenienzforschung. Die Hauptfigur in der Geschichte bleibt dabei aber immer das Kunstwerk.

Katja Lindenau studierte von 1994 bis 2000 an der TU Dresden und der Università di Bologna Kunstgeschichte, mittelalterliche Geschichte und romanistische Literaturwissenschaft und schloss diese Studien als Magistra Artium mit einer Arbeit zum Thema der Zisterziensernonnenklöster im Bistum Naumburg ab. Von 2001 bis 2005 und noch einmal 2007/08 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am frühneuzeitgeschichtlichen Forschungsprojekt "Institutionelle Ordnungsarrangements öffentlicher Räume" des Sonderforschungsbereiches 537 der TU Dresden und erarbeitete in diesem Rahmen ihre Dissertation „Brauen und herrschen. Die Görlitzer Braubürger als städtische Elite in Spätmittelalter und Früher Neuzeit“, welche 2006 abgeschlossen wurde. Zwischen 2006 und 2012 war Katja Lindenau als Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Informatik der TU Dresden im Rahmen des Nebenfaches „Kunst und Gestaltung“ tätig. Neben freiberuflichen Recherchen und Publikationen für die Städtische Galerie Dresden, die Sächsische Landesstelle für Museumswesen und die 3. Sächsische Landesausstellung „via regia. 800 Jahre Bewegung und Begegnung“ arbeitet Katja Lindenau seit 2007 im Bereich der Provenienzforschung an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Weitere Forschungsgebiete sind die Künstlergemeinschaft „Brücke“ und Oskar Kokoschka mit ihren Verbindungen zu Dresden und Moritzburg sowie das Görlitzer Brau- und Gastgewerbe der Frühen Neuzeit, zu denen Katja Lindenau thematische Stadtrundgänge entwickelte und durchführt.

Lectures (Selection)

"Die Görlitzer Braubürger in der Frühen Neuzeit – Sozialgeschichte und Topographie", Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e.V., Görlitz, 23.04.2005, Frühjahrstagung der Oberlausitzischen Gesells. der Wissens. e.V., 22./23. 4. 2005

"Biergeschichten als Stadtgeschichte? Von der theoretischen Forschung zu praktischen Bildungsangeboten in Görlitz ", Sächsischer Museumsbund e.V., Cheb, 09.10.2008

"To brew and to rule - brewing, politics and society in early modern Görlitz ", ESF, Venedig, 11.09.2011, ESF Exploratory Workshop on "The historical Formation of European drinking cultures: regions, methods, sources", 9.-11.9.2011

"„bürger und gastwirth allhier“. Gastlichkeit an der via regia am Beispiel Görlitz ", Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e.V., , 05.11.2010, Herbsttagung der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e.V., 5./6. 11. 2010

Provenienzrecherche in Graphischen Sammlungen – Beispiele aus dem Kupferstich-Kabinett, Weiterbildungsprogramm Provenienzforschung der FU Berlin, Modul 3, Dresden, 17./18.11.2016

Beschlagnahmt nach Befehl Nr. 124 SMAD – die Grafiksammlung Georg Jentsch, Frühjahrstagung des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V., Dresden 24.-26.04.2017

Publications (Selection)

Katja Lindenau: "Braue und herrsche. Die Görlitzer Brauhofbesitzer als städtische Oberschicht",in: Görlitzer Magazin 17 (2004), S. 41-52.

Katja Lindenau: "„Meltzen, breuen und schencken sein burgerlich narung“. [...]", in: Joachim Bahlcke (Hg.), Die Oberlausitz im frühneuzeitlichen Mitteleuropa. Beziehungen, Strukturen, Prozesse [...], Stuttgart 2006, S. 458-478.

Katja Lindenau, Andreas Raithel: Berühmte Schlösser und Gärten Europas. [...] hg. von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen Chemnitz und Museum Burg Mylau, Dößel 2007 (= Sächsische Museen - fundus, Band 1)

Katja Lindenau: "sampt allen breugefeß, groß und klein". [...]", in: Peter E. Fäßler/ Susanne Schötz (Hg.), Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Diskussion. Beiträge des Dresdner Kolloquiums 2005/ 2006, Frankfurt/ M. u.a. 2008, S. 11-27

Katja Lindenau: Brauen und herrschen. Die Görlitzer Braubürger als städtische Elite in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, Leipzig 2008 (zugleich Diss. TU Dresden, 2006)

Katja Lindenau: Brewing, politics and society in an early modern German town – a case study of Görlitz, in: Brewery history. The journal of the brewery history society. Special issue 135 (2010), S. 40-60

Katja Lindenau: ""bürger und gastwirth allhier". Gastlichkeit an der via regia am Beispiel Görlitz", in: Menschen unterwegs - [...], hg. von den SKD, Winfried Müller, Swen Steinberg, Dresden 2011, S. 82-89

Katja Lindenau: "Fränzis Familiengeschichte. Ein kriminalistisches Puzzlespiel", in: Fränzi und Marzella. Wer sie waren und wie sie sind. [...], hg. von Magdalena M. Moeller, Heidelberg und Berlin 2014, S. 18-23

Katja Lindenau: "BRÜCKE WEG. Auf den Spuren der Künstlergruppe BRÜCKE in Moritzburg", hg. von der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH und dem Brücke Verein Moritzburg e.V., 2015

Katja Lindenau: Kleiner Muck und Kalif Storch. Hegenbarth illustriert Hauffs Märchensammlung “Die Karawane”, in: Dresdener Kunstblätter 3/2017, S. 63-64.

Exhibitions (Selection)

"3. Sächsische Landesausstellung „via regia. 800 Jahre Bewegung und Begegnung“", von 05/2011 bis 10/2011, wissenschaftliche Mitarbeit, SKD, Görlitz