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Rekonstruktion der Porzellansammlung Gustav von Klemperers

Rekonstruktion der Porzellansammlung Gustav von Klemperers

Project organizer: Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Rekonstruktion der Porzellansammlung Gustav von Klemperers (1852-1926)

Abstract

Der Dresdner Bankier Gustav von Klemperer besaß mit knapp 900 Objekten die wohl umfangreichste und bedeutendste Privatsammlung Meissener Porzellans des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Deren Schicksal steht exemplarisch für das zahlreicher jüdischer Sammlungen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Nach der Pogromnacht im November 1938 floh die Familie aus Dresden und bereits Anfang Dezember dieses Jahres wurde deren Eigentum beschlagnahmt. Per Führererlass vom 17. November 1943 gelangte die kostbare Sammlung in die Staatliche Porzellan-Galerie Dresden-Zwinger.

Auf der Grundlage des Sammlungskatalogs von 1928 und weiterer Quellen konnte die Dresdner Porzellansammlung 1991 und 2010 Porzellan an die Nachfahren der Familie restituieren.

Da der weitaus größte Teil der 1938 konfiszierten und in die Porzellansammlung integrierten Kollektion, etwa Dreiviertel aller Objekte, nach wie vor als verschollen gilt, ist es ein Anliegen der Porzellansammlung Dresden, mit der Unterstützung der Nachfahren der Familie und des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste, die Verluste in der LostArt-Datenbank für die öffentliche Nutzung zu publizieren. Damit wollen die SKD ihrer historischen Verantwortung gerecht werden, die auch daraus resultiert, dass die Porzellansammlung Dresden einst von der Enteignung der Familie von Klemperer profitierte.

Duration

November 2019 - August 2021

Project managers

Anette Loesch, Oberkonservatorin Porzellansammlung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Katrin Iselt, freie Kunsthistorikerin und Provenienzforscherin

Gefördert von

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Partners


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